Heute vor 97 Jahren, am 15. Januar 1929, wurde Martin Luther King in der Stadt Atlanta in den USA geboren. Martin Luther King war ein baptistischer* Pfarrer. Sein gewaltfreier Widerstand gegen die Unterdrückung der schwarzen Einwohnerinnen und Einwohner der USA hat ihn weltberühmt gemacht.
Friedlicher Ungehorsam
Martin Luther Kings Vorbild war Mahatma Gandhi. Der hatte in Indien mit Erfolg den gewaltlosen Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft angeführt. King wollte durch friedlichen Ungehorsam erreichen, dass die Diskriminierung der schwarzen Einwohner/-innen und der Rassismus in den USA aufhörten.
Rassismus in den USA
Bis in die 1960er Jahre hinein hatten Schwarze in den USA weniger Rechte als weiße Menschen. So mussten Schwarze in Bussen für Weiße Platz machen. Schwarze Menschen durften nicht auf die gleichen Schulen gehen wie weiße Menschen, sie konnten nicht die gleichen Berufe ausüben. Überall gab es Rassismus.
„I have a dream“
Martin Luther King wollte sich damit nicht abfinden. Er organisierte Demonstrationen und Widerstandsaktionen. Sehr berühmt wurde die Rede, die er bei einer der größten Demonstrationen gegen Rassenhass in der Hauptstadt Washington D.C. hielt. Die Rede begann mit den Worten "I have a dream" (Ich habe einen Traum). Darin sprach Martin Luther King über seinen Traum von einer freien Gesellschaft ohne Rassengrenzen.
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Der US-amerikanische Menschenrechtler Martin Luther King (1929-1968) auf einer Pressekonfernz am 8. Juni 1964 in New York.
Gleichberechtigung laut Gesetz
Mehrmals wurde King verhaftet und sogar zu Gefängnisstrafen verurteilt. Doch er ließ sich nicht einschüchtern. 1964 erhielt Martin Luther King für sein mutiges Eintreten den Friedensnobelpreis. Im gleichen Jahr wurde ein Gesetz beschlossen, das die Diskriminierung in vielen Bereichen verbot. Heute haben schwarze und weiße Einwohner/-innen der USA die gleichen Rechte. Leider ist damit noch lange nicht gesagt, dass sie auch immer gleich behandelt werden.
Gewaltsamer Tod
Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King erschossen. Die Hintergründe des Attentats auf den Anführer des gewaltlosen Widerstands der Schwarzen in den USA konnten nie völlig geklärt werden.
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Rosa Parks und Martin Luther King (beide links) übergeben einen Preis an Bürgerrechtsaktivist/-innen, 1965.
*Baptistinnen und Baptisten sind Anhänger/-innen der größten protestantischen Freikirche. Bei ihnen werden nur Erwachsene getauft, die Bibel ist die alleinige Richtschnur für den Glauben und das eigene Leben. In Amerika haben sich die Baptist/-innen immer für die Religionsfreiheit und die Abschaffung des Sklavenhandels eingesetzt.