Heute vor 151 Jahren, am 14. Januar 1875, wurde Albert Schweitzer in Kaysersberg im Elsass geboren. (Das Elsass gehörte damals zu Deutschland.) Albert Schweitzer war ein berühmter Arzt, der in Afrika einen sehr erfolgreichen Kampf gegen die schreckliche Lepra-Krankheit geführt hat.
Ein Multitalent
Albert Schweitzer hat in seinem Leben viele Berufe gelernt und ausgeübt. Er war Pfarrer, Musiker, Theologiedozent, Philosoph und Mediziner. Er schrieb viele Bücher über Religion, Musikgeschichte (zum Beispiel über den Komponisten Johann Sebastian Bach, den er sehr verehrte) und Philosophie. Doch seine größte Leidenschaft und das Zentrum seines Lebens war sein Tropenkrankenhaus in in Afrika.
Als Arzt in Afrika
Nach dem Medizinstudium ging Schweitzer 1913 mit seiner Frau als Missionsarzt nach Lambaréné. Das ist eine Stadt in Gabun in Afrika. Dort baute er ein Krankenhaus mit einer Leprastation auf. Er finanzierte das Hospital durch Spenden und Einnahmen, die er bei Vorträgen und Orgelkonzerten und mit seinem Büchern verdiente. Bis zu seinem Tod im Jahr 1965 konnte Albert Schweitzer sich seinen größten Wunsch erfüllen: Menschen zu helfen und ihre Krankheiten zu lindern.
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Albert Schweitzer bei einer Sprechstunde im Freien in seinem Urwaldhospital in Lambaréné in Gabun.
Ehrung für den Helfer
Für seinen Einsatz für verfolgte und bedrohte Menschen, Frieden, Wahrheit und Freiheit erhielt Albert Schweitzer im Jahr 1952 den Friedensnobelpreis. Weitere bedeutende Ehrungen waren der "Goethepreis" der Stadt Frankfurt am Main und der "Friedenspreis des deutschen Buchhandels".
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Tropenkrankenhaus Lambaréné in Gabun, 1965