Heute, am 4. Juni, ist der Internationale Tag für die Kinder, die unschuldig zu Aggressionsopfern geworden sind. Das ist ein komplizierter Name für einen solchen Tag. Aber die UNO macht mit diesem Gedenktag auf ein sehr wichtiges Anliegen aufmerksam.
Kinder leiden besonders
Der UNO-Gedenktag möchte auf die Kinder aufmerksam machen, die in Kriegen und bewaffneten Konflikten zu Opfern werden. Und das sind leider sehr sehr viele. Mädchen und Jungen sterben in Kriegen, sie werden verletzt, müssen als Soldaten an den Kämpfen teilnehmen oder verlieren ihre Eltern, Geschwister, Freundinnen und Freunde.
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Ein unterernährtes Kleinkind wird in einem Krankenhaus im Tschad untersucht. Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Sudan fanden hundertausende Flüchtlinge Zuflucht im Tschad.
Hunger und seelische Schäden
Das sind die unmittelbaren Auswirkungen von Kriegen auf Kinder. Dazu kommt, dass Kinder in Konflikten oft Hunger leiden, weil die Felder nicht mehr bestellt werden können oder weil die Familie auf der Flucht ist. In solchen schlimmen Zeiten gehen viele Mädchen und Jungen auch nicht zur Schule. Das heißt, dass sie eine schlechte Ausbildung haben und im späteren Leben häufig Schwierigkeiten haben. Grundsätzlich hinterlassen die Erfahrungen und Erlebnisse mit Gewalt auch seelische Schäden. Die Kinder haben Alpträume, Angst und können niemandem mehr vertrauen. Millionen von Kindern auf der ganzen Welt erleiden dieses Schicksal.
„Nein“ zu Kindersoldaten
Die Vereinten Nationen haben schon vieles unternommen, um junge Menschen in Kriegen besonders zu schützen. Seit 2002 ist es zum Beispiel verboten, Jugendliche unter 18 Jahren zu zwingen, als Soldat zu kämpfen. Der Internationale Strafgerichtshof hat den Einsatz von unter 15-jährigen im Krieg zum Kriegsverbrechen erklärt. Dadurch können die Verantwortlichen als Kriegsverbrecher bestraft werden.