Am 7. Oktober 1949, heute vor 77 Jahren, wurde die Deutsche Demokratische Republik (DDR) gegründet. Über 40 Jahre lang gab es danach zwei deutsche Staaten: die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die DDR im Osten Deutschlands.
Aufteilung Deutschlands
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatten die vier Siegermächte USA, Großbritannien, Frankreich und Sowjetunion Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Die Sowjetunion wollte einen sozialistischen deutschen Staat, die westlichen Mächte wollten ein demokratisches Deutschland.
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Eine Schautafel zeigt die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR vor der Wiedervereinigung.
Sozialistischer Staat im Osten
Die von der der Sowjetunion unterstützten politischen Funktionäre hatten die Gründung der DDR gründlich vorbereitet. Die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) wurde ins Leben gerufen und die FDJ (Freie Deutsche Jugend) als Jugendorganisation der Partei aufgebaut. Ein demokratischer Staat ist die DDR so trotz ihres Namens nie geworden. Freie Wahlen, bei denen das Volk um seine Meinung gefragt wurde, gab es nie. Mit dem Bau der Berliner Mauer und der Grenzschutzanlagen wurde die Bevölkerung in der DDR eingesperrt. Persönliche Freiheit haben die Machthaber den Menschen in der DDR vorenthalten. 40 Jahre nach ihrer Gründung ist die DDR zusammengebrochen.
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Ein Ausreiseantrag, wie ihn Bürger/-innen der DDR stellen mussten, wenn sie das Land verlassen wollten. Allerdings war es keineswegs sicher, dass die Ausreise genehmigt wurde.