An diesem Sonntag feiern Christinnen und Christen das Pfingstfest. Es ist das Fest der Sendung des Heiligen Geistes.
Der dreifaltige Gott
Nach christlicher Vorstellung ist Gott dreifaltig – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Und der Heilige Geist, die Geistkraft, steht an diesem Fest im Mittelpunkt. In der Bibel wird berichtet, dass der Geist Gottes den Jüngern gesandt wurde und sie daraufhin in vielen Sprachen redeten. So konnten sie die Lehre von Jesus Christus in die ganze Welt verbreiten.
Brauchtum zu Pfingsten
Um Pfingsten ranken sich seit alters her viele Bräuche. In Ritterromanen liest man von glanzvollen Pfingstfesten des sagenhaften Königs Artus im 5. und 6. Jahrhundert. Es gab große Turniere und Schützenfeste, die an diesem Tag stattfanden. Auf der Pfingstwiese und dem Dorfplatz in der Stadt und auf dem Land wurden Pfingstlauben errichtet. Man stellte Pfingstbäume auf, es wurden Pfingstgelage abgehalten und Pfingstbier ausgeschenkt. Früher haben die Landwirte an Pfingsten die Tiere aus dem Stall zum ersten Mal auf die Weide getrieben. Das erste oder letzte Tier bzw. der zum Braten bestimmte Ochse war der Pfingstochse, der festlich geschmückt wurde. Heute verbinden viele Kinder und Jugendliche mit Pfingsten Sportfeste und -turniere oder Pfingstfreizeiten.
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Ein Pfingstgottesdienst wird in Berlin gefeiert. Diesen ökumenischen Gottesdienst feiern katholische und evangelische Christinnen und Christen gemeinsam.
Vorboten des Sommers
Und was ist noch mit Pfingsten verbunden? Richtig, die prachtvollen, wunderschön rot und weiß blühenden Pfingstrosen, die vom anbrechenden Sommer künden.