Heute vor 123 Jahren, am 1. Juli 1903, starteten etwa 60 Radprofis zur Tour de France. Es war das erste Mal, dass der Startschuss zu dieser Rundfahrt durch Frankreich ertönte.
Ein "Toursieger" fährt Zug
Die Idee zu diesem extrem anstrengenden Radrennen stammte von einem Journalisten und einem Verleger. Sie wollten damit die Auflage ihrer Zeitung steigern. Anfangs hielt sich die Begeisterung ihrer Landsleute allerdings in Grenzen. Kaum jemand interessierte sich für das Rennen. Dem ersten Toursieger wurde übrigens der Titel wieder aberkannt. Er hatte einen Teil der Strecke mit dem Zug zurückgelegt...
Mit dem Ersatzreifen um den Hals die Berge hoch
Wenn man die Fahrer heute dabei beobachtet, wie sie die steilen Berge in den Alpen und den Pyrenäen hochradeln, bekommen die meisten von uns schon beim Zusehen Atemnot. Früher mussten die Fahrer die berühmt-berüchtigten Bergetappen sogar ohne Gangschaltung bezwingen. Materialwagen, mit denen heute die Ersatzräder transportiert werden, gab es ebensowenig wie Fahrradmechaniker, die unterwegs mal schnell einen Reifen wechseln. Deshalb trugen die Fahrer immer einen Ersatzreifen um den Hals, um sich notfalls helfen zu können.
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Mit dem Fahrrad auf die Gipfel: Tour de France, 1954
Abstecher in andere Länder
Die Tour de France ist seit einigen Jahren immer auch ein europäisches Rennen – manchmal geht es durch Belgien, Luxemburg oder auch ein Stück weit durch Deutschland. Seit einigen Jahren gibt es auch eine Frauen-Tour, die genauso herausfordernd ist wie die Tour der Männer.