Heute vor 81 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Darum wird heute der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust begangen. An diesem Tag erinnert man sich an die über sechs Millionen Jüdinnen und Juden und die vielen anderen Opfer, die während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordet wurden.
Das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten
Nicht weit von der Stadt Krakau in Polen entfernt war ab April 1940 in Auschwitz das größte Arbeits- und Vernichtungslager des nationalsozialistischen Deutschlands entstanden. Im KZ Auschwitz wurden während des Nationalsozialismus etwa 1,5 Millionen Juden sowie viele tausend Sinti und Roma umgebracht. Auch sowjetische Kriegsgefangene und Häftlinge aus unterschiedlichen Ländern wurden dort gefoltert, gequält und ermordet. Als Auschwitz am 27. Januar 1945 befreit wurde, bot sich den Soldaten ein entsetzliches Bild: bis auf die Knochen abgemagerte Menschen, die den Horror überlebt hatten, kauerten neben Tausenden von Leichen. Manche von ihnen waren so schwach, dass sie gar nicht mehr gehen konnten.
Bild vergrößern © Landeszentrale für politische Bildung Berlin
Die Karte zeigt die Konzentrationslager in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur.
Nationaler Gedenktag
Seit 1996 ist der 27. Januar nationaler Gedenktag der Bundesrepublik Deutschland. An diesem Tag kommen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu einer Feierstunde zusammen. An öffentlichen Gebäuden werden zur würdigen Erinnerung an die Opfer die Flaggen auf Halbmast gehisst.
Bild vergrößern © dpa
Holocaust-Mahnmal in Berlin