Heute vor 62 Jahren, am 20. August 1964, sind die ersten 14 deutschen Entwicklungshelfer/-innen in ihr Einsatzgebiet geflogen. Ihr Ziel war das Land Tansania in Afrika. Menschen in den armen Ländern helfen – diesen Wunsch haben viele. Und bis heute wird Unterstützung und Hilfe gebraucht.
Freiwillig anderen Menschen helfen
Die deutschen Entwicklungshelfer/-innen, die sich auf den Weg nach Daressalam in Tansania machten, hatten einen Plan: Sie sollten bei der Sanierung von armen Stadtvierteln und beim Aufbau von Kindergärten und Krankenhäusern helfen. Und die Freiwilligen, die sich für zwei Jahre verpflichtet hatten, waren gut vorbereitet.
Entwicklungshilfe muss man lernen
Die ersten deutschen Entwicklungshelfer/-innen brachten viele berufliche Erfahrungen mit. Unter ihnen waren beispielsweise Ärzte, Krankenschwestern, Ingenieure oder Landwirte. Drei Monate waren sie geschult worden für ihren Dienst in Tansania. Dafür sorgte der „Deutsche Entwicklungsdienst" (DED), der 1963 gegründet worden war.
Staatliche Entwicklungszusammenarbeit
Beim DED und seit 2011 bei der Nachfolgeorganisation GIZ (das ist die Abkürzung für "Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit") wurden und werden Menschen mit Berufserfahrung, die sich in den Entwicklungsländern engagieren wollen, auf ihre Arbeit im Ausland vorbereitet. Sie lernen, welche Beratung einheimische Organisationen und Selbsthilfe-Initiativen brauchen, wie sie sinnvoll zur „Hilfe durch Selbsthilfe“ beitragen können. Neben der vom Staat organisierten Entwicklungszusammenarbeit gibt es viele nicht-staatliche Organisationen, die sich in Deutschland um die Entwicklungshilfe kümmern.
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Entwicklungszusammenarbeit in einer Landwirtschaftsschule in Südafrika. Ein deutscher Entwicklungshelfer unterrichtet Jugendliche bei der Ernte von Mangold.