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Donnerstag, 30. April
Walpurgisnacht

von und
Ein als Hexe verkleideter Mensch springt über ein Feuer während der Feier der Walpurgisnacht im Harz.

Eine "Hexe" tanzt zur Feier der Walpurgisnacht im Harz.

Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai nennt man Walpurgisnacht. In dieser Nacht sollen seltsame Sachen vor sich gehen.

Treffpunkt Brocken

Abergläubische Menschen waren früher davon überzeugt, dass sich in dieser Nacht die Hexen versammeln würden. Aber nicht irgendwo, nein, sie hatten einen Treffpunkt: den Brocken. Das ist der höchste Berg im Harz, einem Mittelgebirge im Norden Deutschlands. Über das, was dort in der Walpurgisnacht angeblich geschah, gab es viele Geschichten: Hexen sollten auf ihren Besen auf den Brocken fliegen und um ein Feuer herum tanzen. Angeblich machten sie das, um sich so mit dem Teufel zu vereinigen.

Äbtissin Walpurga

Aber woher kommt eigentlich dieser Name "Walpurgisnacht"? Ganz einfach: Der 1. Mai ist der Namenstag der Äbtissin Walpurga (710 – 779) – sie wird auch Walpurigs, Walburga oder Walburg genannt. Die Klostervorsteherin wurde von der Kirche heilig gesprochen, weil sie angeblich Wunder vollbrachte. Außerdem sollte Walpurgis vor bösen Geistern schützen.

Tanz in den Mai

Aber schon viele Jahrhunderte, bevor die Walpurgisnacht überhaupt „erfunden“ wurde, tanzten und sangen die Kelten und Germanen in den Mai. Sie feierten damit das Ende des Winters und begrüßten den Sommer. Und auch heute noch tanzen viele Menschen gerne in den Mai. Einen Besen brauchen sie dafür nicht, und wahrscheinlich glauben die meisten von ihnen auch nicht an Geister ...

Mit bunten Bändern geschmückter Maibaum

Ein mit bunten Bändern geschmückter Maibaum als Gruß an den kommenden Sommer.