- Hauptstadt:
- Belfast
- Währung:
- Britisches Pfund
- Sprachen:
- Englisch
- Fläche:
- 13.843 km²
- Einwohner/innen:
- 1,8 Millionen
Nordirland ist anders als fast alle anderen Länder, die an der Fußball-EM teilnehmen, kein selbstständiger Staat. Nordirland ist ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Weil es in Nordirland aber schon lange vor der Gründung des Weltfußballverbandes FIFA einen eigenen Fußballverband gab, lässt die FIFA England, Wales, Schottland und Nordirland an internationalen Wettbewerben mit eigenen Teams teilnehmen und würdigt damit die geschichtliche Bedeutung dieses Verbandes. England nimmt nicht nur an der EM teil, sondern ist auch Gastgeber der EURO 2022.
Ein Teil von Großbritannien
Nordirland ist ein Teil von Großbritannien. Das Land liegt im Norden der Insel Irland (den größeren südlichen Teil bildet die Republik Irland, die ein eigenständiger Staat ist). Die Insel Irland liegt westlich von England, Wales und Schottland im Nordatlantik. Etwa 340.000 Menschen leben in nordirischen Hauptstadt Belfast. Es ist die größte Stadt Nordirlands und die zweitgrößte Stadt der irischen Insel. Nordirland wird direkt von Großbritanniens Hauptstadt London aus regiert. In Nordirland gibt es neben der schönen und wilden Natur viele Überreste einer sehr alten Kulturlandschaft zu sehen: Keltische Gräber, Rundtürme und Klosterruinen, aber auch gepflegte Landhäuser und Schlösser.
Alter Konflikt
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Königreich Irland, das zu dieser Zeit schon lange zum Herrschaftsgebiet des englischen Königs gehörte, mit dem Königreich Großbritannien zusammengeschlossen. Es entstand das Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland. Im 20. Jahrhundert erlangte Irland nach einem Bürgerkrieg weitgehende Selbstständigkeit, 1949 wurde die Republik Irland ein selbstständiger Staat.
Sechs Grafschaften im Nordosten der irischen Insel blieben jedoch Teil des Vereinigten Königreichs. Diese Grafschaften werden als „Nordirland“ bezeichnet, das Vereinigte Königreich heißt deswegen heute offiziell „Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland“. In Nordirland gibt es einen jahrhundertealten Streit zwischen Katholiken und Protestanten, deren Anzahl etwa gleich groß ist. Die Mehrzahl der Katholiken setzt sich für eine Loslösung aus dem Vereinigten Königreich und für eine Vereinigung mit der Republik Irland ein. Viele Protestanten wollen Teil des Vereinigten Königreichs bleiben. Bis Ende des 20. Jahrhunderts gab es viele gewalttätige Auseinandersetzungen, Anschläge und Attentate in Nordirland. 1998 wurde zwischen Katholiken, Protestanten und der englischen Regierung ein Abkommen (das sogenannte Karfreitagsabkommen) geschlossen, das die gewaltsamen Auseinandersetzungen vorerst beendete. Mit dem Brexit wird der erreichte Frieden in Nordirland auf eine Bewährungsprobe gestellt.
Very british - sehr britisch
m Vereinigten Königreich – und damit auch in Nordirland - sind ein paar Dinge anders als in vielen anderen Ländern Europas: Man bezahlt mit Pfund, Popcorn schmeckt salzig, Toastbrot wird am liebsten kalt gegessen und es gibt den "Linksverkehr": Die Autofahrer/innen sitzen auf der rechten Seite im Auto und fahren auf der linken Seite der Straße. Das kann für Touristen aus Deutschland schon mal gefährlich werden! Das inoffizielle Nationalgericht "Fish and Chips" solltest du auch mal probieren. Wundere dich nicht, wenn der frittierte Fisch und die Pommes frites in Zeitungspapier eingewickelt werden! Das ist im Vereinigten Königreich so üblich. Dort tragen auch alle Kinder Schuluniformen, wenn sie zur Schule gehen. Das heißt, die Kinder tragen einheitliche Kleidung mit den gleichen Farben. Mädchen dürfen aber auch Röcke tragen.