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Donnerstag, 28. Mai
Amnesty International

von und

Eine Demonstration von amnesty international gegen den Krieg mit Drohnen in Hannover.

Heute vor 65 Jahren, am 28. Mai 1961, stand in einer englischen Zeitung ein Artikel, der große Empörung auslöste. Geschrieben hatte den Artikel der Rechtsanwalt Peter Benenson. Überschrieben war der Artikel mit „The Forgotten Prisoners“ (auf Deutsch: „Die vergessenen Gefangenen“).

Eine Demonstration von Amnesty International gegen Folter in Mexiko.

Ein Artikel als Anstoß für „ai“

Benenson wollte mit seinem Text auf Menschen aufmerksam machen, die im Gefängnis sitzen, weil sie eine andere politische Meinung vertreten als die Regierung oder die Herrscher ihres Landes. Viele Leserinnen und Leser waren entsetzt über das, was sie da lasen. Sie schrieben Briefe an ihre Regierung und forderten diese auf, sich mehr für politische Gefangene einzusetzen. Das war der Beginn von Amnesty International (ai). Nur zwei Monate später schlossen sich auch in Deutschland Menschen zusammen und nahmen ihre Arbeit als Mitglieder für ai auf.

„50 000 Schritte für eine Welt frei von Folter“ - Eine Aktion von amnesty international vor dem Berliner Reichstag im Dezember 2001

Eine Aktion von Amnesty International vor dem Berliner Reichstag.

Weltweiter Einsatz für die Menschenrechte

Heute hat die Menschenrechtsorganisation weltweit über eine Millionen Mitglieder und mehr als zehn Millionen Unterstützer/-innen in über 150 Ländern der Welt. Amnesty International setzt sich aber nicht nur für Gefangene ein. Die Hauptforderung ist, dass in jedem Land und in jeder Situation die Menschenrechte eingehalten werden. Dazu gehören zum Beispiel das Recht auf freie Meinungsäußerung, faire Gerichtsverhandlungen und das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit.

Aufklärungsaktionen

Die Erfahrung hat ai gelehrt, dass man am meisten Erfolg hat, wenn man die Bürgerinnen und Bürger über Notsituationen und Verletzungen der Menschenrechte informiert. Aus diesem Grund startet die Organisation jährlich viele Aktionen und Kampagnen. Tausende von Protestbriefen und E-Mails werden an Regierende geschrieben. Über Presseerklärungen und Inhalte in den Medien wird Druck auf die Regierungen gemacht, damit diese die Missstände in ihren Ländern beseitigen. Jedes Jahr veröffentlicht Amnesty International seinen Jahresbericht, in dem Menschenrechtsverletzungen in vielen Staaten der Erde benannt werden.

Aktivisten von Amnesty international demonstrieren gegen Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit in Russland. Anlass sind die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi. Die Fechterin Imke Duplitzer (vorne rechts) ist bei den Demonstranten.

Aktivist/-innen von Amnesty International demonstrieren bei den Olympischen Spielen 2014 gegen Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit in Russland.